Weitere Entwicklung ab den 90 ´er Jahren

Aus finanziellen Gründen war die Gesellschaft gezwungen, die Bewirtung bei den Zelt Veranstaltungen in Eigenregie durchzuführen. Zum Leidwesen manches Mitgliedes, welches zu den ungünstigeren Zeiten (Spätschicht beim Prinzenball, nach dem Umzug) seinen Dienst verrichten musste. Doch muss man auch erwähnen, dass hinter der Theke so mancher „Ab­sturz“ im Laufe der Jahre erfolgte.

Seit Ende der 90ér Jahre wird die Gesellschaft von Bussen zu den jeweiligen Auftritten gefahren. Für die Bösen Buben hat das Busunternehmen Maubach eine entscheidende Rolle übernommen. Mit Beate zu fahren heißt zwar, jeden erdenklichen Umweg in Kauf zu nehmen, jedoch lässt sie ihre Gäste nicht auf dem Trockenen sitzen. Noch heute erinnert sich so manche Pappmul an das fröhliche „poppen“ im Bus. Und eine gut gekühlte Gers­tenkaltschale ist auch nicht zu verachten.

Prinz Klaus I. Schurz vor dem Bus der Fa. Maubach. Zu sehen ist auch das „besondere Kennzeichen“, der Name der jeweiligen Tollität
Prinz Klaus I. Schurz vor dem Bus der Fa. Maubach. Zu sehen ist auch das „besondere Kennzeichen“, der Name der jeweiligen Tollität

Die Übergabe eines Dienstwagens erfolgt letztmalig im Jahre 2007 an Prinz Dieter III.. Danach wurde in den Jahren 2008 - 2010 das offizielle Nummernschild der Tollität an unsere Fahrerin, Beate Maubach, im Rahmen einer kleinen Feier in der Turnhalle der Grundschule Birgel überreicht. Das Nummernschild zierte dann den Bus, den die Gesellschaft für ihre Ausmärsche nutzt.

Nichts desto trotz wird auch weiterhin ein eigens für die jeweilige Tollität bzw. die Gesellschaft erstelltes, amtliches Nummernschild besorgt. 

Letztmalige Übergabe des "Prinzennummernschildes" im Rahmen einer Veranstaltung

Wie ist heutzutage der Ablauf einer Session?

 

Nach der Session ist vor der Session, so heißt es immer wieder. Karneval ist ein Ganzjahres Geschäft. Zumindest für einige im Verein.

Sofern bei der Jahreshauptversammlung im Nachgang zur abgelaufenen Session eine Tollität bestimmt werden kann, laufen die Vorbereitungen für deren Inthronisation bereits an. Für die Verantwortlichen des Vereins beginnt aber generell zu diesem Zeitpunkt, alles Notwendige für die kommende Session in Gang zu setzen.

Die Organisation für den Frühschoppen beginnt bereits im Sommer, Orden müssen bestellt werden, Verträge mit dem Zeltverleiher, der Musik, auftretenden Künstlern, dem Imbiss usw. werden abgeschlossen, Absprachen mit befreundeten Vereinen werden durchgeführt usw. usw..

Die inthronisation (Sessionseröffnung) findet traditionell im November im Saale Röske statt. Ebenfalls ab November werden die ersten Ausmärsche zu befreundeten Gesellschaften durchgeführt. Eine Abordnung besucht die Inthronisation des Dürener Prinzen / Prinzenpaares.

Und ab Januar geht es dann richtig los. An den Wochenenden besuchen wir unsere auswärtigen Freunde der jeweiligen Karnevalsgesellschaften. Biwak, Frühschoppen, Tollitätentreffen, Festkommers, Gardetreffen, aber auch Besuche von Sitzungen stehen dann auf dem Programm.

Unsere eigenen Veranstaltungen halten wir traditionell ab dem Wochenende vor Karneval ab. In diese Zeit fällt ebenfalls der Besuch in der Altenstube sowie der Pfarrkapelle an.

Die Festfolge wird Freitags mit der Prunksitzung eröfffnet, Samstags Nachmittag folgt die Kindersitzung und Sonntags der karnevalistische Frühschoppen.

An Weiberfastnach besuchen Vereinsmitglieder und die Tollität verschiedene Einrichtungen (kindergarten, Schule, Sparkasse usw.), ehe es am Nachmittag ins Zelt zum feiern mit "Jung und Alt" geht.

An Karnevalssamstag wird seit 1974 traditionell die Bachtaufe durchgeführt. Abends lädt die Tollität sowie die Gesellschaft zum Prinzen- und Kostümball ein.

Am Sonntag folgt der Höhepunkt einer jeden Tollität, der Umzug durch den Ort.

Den Sessionsabschluss bestreiten die Mitglieder seit einigen Jahren am Abend vor Aschermittwoch in der Lokalität Röske, wenn dort der Nubbel verbrannt wird.

 

Und dann beginnt ein paar Wochen später wieder alles von vorne.