Burgelfen

Es war einmal ein Elternstammtisch im November 2005. Dort trug es sich zu, dass die Mütter der Gardemädchen sich trafen und eine der Mamas auf die glorreiche Idee kam: „Was die Mädels können, können wir doch schon lange! So schwer kann das doch nicht sein und wer ist dabei? Wir zeigen den Mädels mal wie das geht - nur für die eine Session! "Die Tanzgruppe „Burgelfen" war gegründet!

 

 

Petra Schumacher-Siebertz erklärte sich auch gleich bereit, die Damen zu trainieren. Es wurde als Trainingsmöglichkeit das Sportheim auserkoren und so trafen sich dort Lanxiang Toffeleit, Andrea Lüttgen, Diane Richarz, Anja Vimich, Silvia Roel und Ruth Frings. Und, o weh, wir mussten erkennen, dass es doch nicht so einfach ist, Arme und Beine gleichzeitig in verschiedene Richtungen und auch noch zum Takt der Musik zu bewegen.

 

Eine Trainingsstunde in der Woche konnte nicht reichen, dazu war die Zeit zu knapp, aber komplett blamieren wollten wir uns ja auch nicht. Also trafen wir uns zwei Mal in der Woche. Die Schmerzen und der Muskelkater der folgenden drei Monate waren unbeschreiblich!

 


 

Dann stellte sich noch die Frage was wir anziehen sollten, schließlich lohnte es j a nicht, für einen einmaligen Aufritt viel Geld auszugeben. Also wurde kurzerhand der Gardeschrank geplündert und jede fand ein einigermaßen passendes Kostüm plus Perücke. Dem Ganzen setzten wir dann noch - im wahrsten Sinne des Wortes - die Krone auf.

 

Bei der Namenssuche fir die Gruppe rauchten die Köpfe. Jörg Lüttgen meinte dann, wir würden sicher elfengleich über die Bühne schweben und den Bezug zum Dorf gab dann die Burg. Der Name „Burgelfen" war aus der Taufe gehoben. Als der große Tag des ersten Auftütts kam, verhüllten wir uns mit schwarzen Umhängen und gingen nach kurzen Panikanfällen, ein paar Schnäpschen und/oder Sekt zur Beruhigung, auf die Bühne.

 

 

Als wir dann mit dem Rücken zum Publikum standen und der Elferrat uns erkannte, lagen diese und wir schon fast vor Lachen auf der Erde und dann ging es los. Es klappte dann besser als erwartet, selbst der Musikaussetzer konnte uns nicht brems en und wir hatten eine Menge Spaß.

 

Also entschieden wir dann doch, in einem eigenen Outfit weiter zu machen und dem Verein der BBB beizutreten. Der Gardetanz sollte auf jeden Fall bleiben, aber mit Schautanz gepaart werden.

 

Der Trainingsort wurde in die Turnhalle der Burg verlegt und die Besetzung der Trappe änderte sich einige Male. Was sich nicht ändert, ist eine fast allen angeborene Rechts - Links - Schwäche, sodass die Kommandos „Weyer!" oder „Schulhof!" oft durch die Halle schallen, wenn neue Schritte eingeübt werden. Da wir uns aber immer ausgiebig mit Sekt aufwärmen, sind größere Zusammenstöße und Verletzungen zum Glück bislang ausgeblieben.

 


Impressionen

Wir eroberten die Bühnen des Dürener Umlandes mit viel „Spaß an der Freud" als Putzfrauen, Planschbecken, Bauarbeiter, Sektflaschen und Kölner Dom. Das Nähen der Kostüme ist eine Gemeinschaftsproduktion in mühevoller Kleinarbeit. Einige sind Meisterinnen an der Nähmaschine, andere haben das Zuschneiden, Kleben und Bügeln perfektioniert. Dass wir unsere Kostüme zum Schluss so toll finden, liegt vor allem auch daran, dass wir damit auch die schönen gemeinsamen Stunden des Werkelns verbinden und dabei viel Lachen können. Dies führte auch noch dazu, dass der Großteil von uns sich nochmal trifft, wenn alle Schautanzkostüme fertig sind, denn dann geht es an die Kostüme fur den Birgeler Kostümball. Innerhalb küzester Zeit muss nochmal die Schere und die Nähnadel geschwungen werden - zeitlich und optisch fast immer eine Meisterleistung.

 

Zurzeit aktiv sind: Petra Schumacher - Siebertz, Andrea Lüttgen, Lanxiang Toffeleit, Ruth Frings, Silke Stahl, Sabine Böttcher, Gaby Constantin, Silvia Labroier, Tina Esser, Anke Fischer, Veronique Dreessens, Michaela Biergans, Britta Hennersdorf und Sandra Berger.

 

Trainiert werden wir nach wie vor von Petra Schumacher- Siebertz.

 

Was besonders an uns ist? Wir nehmen uns nicht so ernst, fühlen uns den BBB bis heute sehr verbunden und sind mit Begeisterung als Begleitung bei den Ausmärschen dabei.

 

 

Text entnommen der Festschrift der KG Böse Buben Birgel anlässliche des 5 x 11 jährigen Jubiläums 2015