Gründungsjahre der KG Böse Buben Birgel -                Wie alles anfing….

Umzug 1961: Im Hintergrund spielt das Tamborcourps Birgel, das Foto entstand auf dem Daubenvaldersweg
Umzug 1961: Im Hintergrund spielt das Tamborcourps Birgel, das Foto entstand auf dem Daubenvaldersweg

"Erste Aktivitäten"

„Et is alt widder nix loss he in dem Dörp“, hürt me ihm sage. „Wieso dat dann, mir han doch uss Schötzefess un de Kirmes. Mir han de Theaterverein, de Feuerwehr, et Tamborcourps, de Fußball. Un och et Rode Kreuz is he in Birjel, is dat dann nit jenuch?“ „Jo Jo, dat is ja och richtich. Ävver wat don mir denn op Fastelovend? In der andere Dörpe öm uns eröm jeht överall de Fastelovendszuch, in Lengersdörp bei de Klompe, in Jüzzenich bei de Plüme un dann natürlich in Düren. He in Birjel is jar nix jebacke. Do möht doch ens jet passiere!“

 

So oder so ähnlich können im Herbst des Jahres 1960 die ersten Überlegungen zur Durchführung eines eigenen Karnevalsumzugs im Ort Birgel ausgesehen haben. Denn es war in der Karnevalszeit nicht viel los. Vereine hielten in den Säälen zwar einen Ball zu Weiberfastnacht ab, das war es aber auch. Und in den umliegenden Orten gründeten sich in den 50ér Jahren Karnevalsgesellschaften, die eigene Veranstaltungen und vor allem einen eigenen „Rosenmontagszug“ organisierten.

Und so entschloss sich im Jahre 1960 ein Freundeskreis, dessen Stammtisch in der Gaststätte Gottschalk zu finden war dazu, ab dem kommenden Jahr, und wenn dieser dann erfolgreich verlaufen sollte, auch in den darauffolgenden Jahren, kostümiert und mit Musik am Orchideensonntag durch den Ort zu ziehen. Dies sprach sich schnell im Dorf herum und die Begeisterung der Birgeler Bevölkerung war riesengroß.

Die Freunde des Stammtisches waren, in alphabetischer Reihenfolge aufgezählt:

 

 

Karl-Heinz Braun, Franz Braun, Heinrich Braun, Heinz Decker, Josef Derichs, Ewald Doll, Peter Hansen, Ernst Jansen, Reiner Karl, Otto Kempen, Jakob Kreutz, Karl-Heinz Pauly, Fritz Ronig, Josef Schmitz, Johann Schmitz, Walter Siebertz

 

 

Alle waren vom Alter her noch recht jung an Jahren, man traf sich seit den 50ér Jahren regelmäßig in der Gaststätte Gottschalk in der Bergstraße, Sonntags auch zum Karten spielen (Pandur).

 

Dieser Freundeskreis spielte aber nicht nur Karten, sondern pflegte das gesellige Leben im damals beschaulichen Ort Birgel. Es wurde viel gesungen, teilweise unterhielt man den ganzen Saal. Dies geschah natürlich sehr zur Freude des Gastwirtes, wurde hierdurch die Verweildauer der Gäste verlängert und der Umsatz gesteigert.

 

Nachdem der Beschluss gefasst wurde, den ersten Umzug im Jahr 1961 durchzuführen, musste dies nur noch umgesetzt werden.