Und da gab es einen Prinzen, den gibt es normalerweise gar nicht. Der war weder aus Fleisch und Blut, noch konnte er selber reden und war zu faul zum gehen, so dass er überall hin getragen werden musste. Aber er hatte etwas, was mancher Mann gerne hätte: Charme. Er war ein wahrer Frauenversteher, jemand, dem man all seine Sorgen und Nöte erzählen konnte, einer der stundenlang zuhörte, ohne Wiederworte zu geben. Man sah im einfach in die Augen und war hin und weg.

 Überredet werden musste der auch nicht . Er ließ soweit alles mit sich machen, Hauptsache, er musste nicht selber laufen. Denn dass wäre in die Hose gegangen. Man hat ihn entführt, ihm das Zepter gestohlen. Man hat ihm im warsten Sinne den Kopf verdreht. Alles kein Problem. Wegen ihm ist sogar das Fernsehen da gewesen und hat einen Bericht über ihn gebracht. Das hat sonst niemand geschafft.

 Im Jahr darauf erlebten die Bösen Buben eine weitere Überraschung, als aus einem vermeintlich bekanntgegebenen Damen Dreigestirn ein Prinzenpaar wurde. Auch hier hatten zwei der drei bereits öffentlich bekannt gemachten „designierten Tollitä­ten“ einen Rückzieher gemacht. Aber das Schicksal meinte es gut mit Erika, zusammen mit ihrem Mann Hans-Peter gingen beide als Prinzen­paar in die Geschichte der Bösen Buben Birgel ein.

 

 In der bald  59 jährigen Geschichte der Bösen Buben wurden 54 Proklamationen durchgeführt. Dies waren 35 Prinzen, 14 Prinzessinnen, 3 Prinzenpaare, 1 Dreigestirn, 3 Kinderprinzessinnen sowie unser Nubbel. Auf diese Bilanz können die Bösen Buben mit Recht stolz sein.